Linkedin-Beitrag vom Oktober 2025

Heute möchte ich mal ein wenig Propaganda für Agiles Schaffen machen. Es gibt ja hierzu viele Mythen und viele prinzipielle Positionen. Lasst mich ein aus meiner Sicht gelungenes Vorhaben zur Institutionalisierung agilen Schaffens bei uns, Helvetia Versicherungen Schweiz, im Nicht-Leben-Geschäft, kurz vorstellen.
Wir haben uns einen lebendigen Ansatz entwickelt, der cross-funktional funktioniert und den Projektmanagement-Grundsatz ernst nimmt: Die richtigen Dinge richtig machen.
Eigentlich geht es ganz schnöde betriebswirtschaftlich darum, Wirksamkeit (die richtigen Dinge machen) und Produktivität (die Dinge richtig machen) in der Vorhabensarbeit zu steigern.
Agile Ansätze sind, wenn man die Folklore ein wenig extrahiert, bei uns inzwischen gern gesehen, weil sie effizientere Wertschöpfung zur Umsetzung schlauer Ideen und zügiges Fertigwerden mit diesen Themen ermöglichen.
So haben wir in den letzten Jahren gemeinsam einen robusten Ansatz entwickelt, startend mit einem ersten interessierten Entwicklungs-Team und schrittweise in die Organisation skalierend auf Basis von Ergebnissen, die überzeugten.
Überzeugt war peu à peu auch das Management, so dass inzwischen selbst Kritiker in der Organisation die weitere Verbreitung des Ansatzes unterstützen.
Nun, wer sollte auch etwas gegen spürbare Wertmaximierung kombiniert mit Kundenzentrierung über einen gemeinsam priorisierten, aktiv gesteuerten Aufgabenmix haben (Backlogansatz zur kontinuierlichen Steigerung der Wirksamkeit).
Und wer ist nicht zufrieden, wenn auch die Produktivität durch geübte Zusammenarbeit gesteigert werden kann (Stabiles Team in adaptiver Organisation für mehr Ergebnis mit stabilem Mitteleinsatz).
Im Wesentlichen haben wir uns am „Flight Level Modell“ (Klaus Leopold – Fokus auf professionelle Interaktion) und an den Ideen aus „Die dritte Dimension des Organisierens“ (Martin Pfiffner – Fokus auf Kommunikation und Steuerung) orientiert und gepaart mit vielen Erprobungsideen und Erfahrungen.
Wir haben kein Wundermittel, wir haben vor allem einen Weg gefunden, die jeweilige Aufbau- und Ablauforganisation achtend, kontinuierlich die Interaktion funktionsübergreifend zu optimieren und effizienter über das Backlog von der Strategie bis zur Auslieferung zu kommunizieren.
Es gelingt uns zunehmend, die Themen besser zu bündeln, zu schneiden, zu priorisieren und zügig die Themen mit hohem Wert für die Organisation und den Kunden (Services, für die der Kunde bereit ist zu zahlen!) abzuschliessen.
Es lauern überall neue Herausforderungen, anspruchsvollere Themen bergen mehr Ungewissheit, deshalb ist uns wichtig, dass der Ansatz lebt und in den Teams kontinuierlich inspiziert und weiterentwickelt wird und zudem das klassische Rollendenken mehr und mehr durch systematische Förderung von Fähigkeiten ersetzt werden kann.
Soweit ein Sprechversuch. Feedback, Fragen, kritische Würdigungen oder Freudenschreie sind wie stets willkommen. Gerne liefern wir auch mehr Einblick bei Interesse.