Allgemeine Überlegungen zur Vorhabensarbeit

Wertschöpfende Vorhabensarbeit

Vorhaben dienen der Umsetzung von Initiativen und Themen mit einer gewissen Einmaligkeit und Ungewissheit. Es braucht für Vorhaben Umsetzungsziele (Objectives), ein Budget und Vereinbarungen zum Ressourceneinsatz.

Wenn eine wichtige Aufgabe wiederkehrend ist und mit Standardabläufen erledigt werden kann, dann sollte sie rasch erledigt werden. Es braucht kein Vorhaben dafür.

Lange Zeit wurden Vorhaben mit Einmaligkeit in klassischer Projektform organisiert, mit Lieferterminen ausgestattet und entlang eines recht fest vorgegebenen Umfangs wurden „in Time“ und „in Quality“ Ergebnisse geliefert.

Projektmanagement ist die Kunst, Überraschungen zu vermeiden. Dieser Ansatz funktioniert recht gut für Vorhaben mit geringer Ungewissheit.

Werden Vorhaben anspruchsvoller, dienen sie der Umsetzung von Initiativen mit wachsender Komplexität und steigender Anzahl an Herausforderungen oder soll etwas Neues geschaffen werden, dann braucht es Alternativen zur klassischen Projektarbeit.

Der Umfang wird variabel, es braucht eine schrittweise Annäherung an die optimale Lösung. Auch die dauer bis zur Lösung wird variabel. Teams werden hingegen stabil organisiert, damit benötigte Fähigkeiten im Team sich entwickeln können und insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit geübt ist.

Die Projektform allein ist deswegen oft unzureichend, der „Value Stream“-Ansatz als alternative Vorhabensform bietet Gestaltungsraum für anspruchsvolle Umsetzungsarbeit.

Agilität ist die Kunst, unter widrigen Umständen zuwachsen. Der „Value Stream“-Ansatz schafft Robustheit und Flexibilität, eine gewisse „Antifragilität“ wird erreicht.

Das Ziel ist, wirksam und produktiv zu schaffen. Dabei setzt der hier vorgestellte „Value Stream“-Ansatz auf zwei wesentliche Elemente:

  • das Flight-Level-Modell (siehe bspw. Klaus Leopold, „Flight Levels – Organisationen mit Business-Agilität führen“, Buch im dpunkt-Verlag)
  • der Fokus auf die dritte Dimension des Organisierens, Kommunikation und Steuerung (siehe bspw. Martin Pfiffner, „siehe „Die dritte Dimension des Organisierens: Steuerung und Kommunikation“, Buch im Verlag Springer-Gabler)

Weitere Aspekte